Bike-Turnfahrt 08
Thun - Lenk - Laubbärgli - Adelboden - Thun
Nach vierjährigem Unterbruch waren die Herren des TSV wieder mit dem Bike auf
der Turnfahrt. Viele dachten mit Schrecken an die Velo(tor)tour an den Lac de Joux,
doch Organisator Roland Bönzli versprach ein humanes und vor allem erlebnisreiches
Wochenende im Berner Oberland. So standen wir am Samstagmorgen am Bahnhof
um vorerst mit dem Zug bis nach Thun zu gelangen. Dort angekommen, gönnten wir
uns eine erste Erfrischung und trafen letzte Vorbereitungen an Mensch und Ausrüstung.
Als alle bereit waren, konnte es endlich losgehen. Auf den ersten Kilometern
wurde noch gemächlich eingefahren und manch einer versuchte wohl schon einmal
die bequemste Sitzposition zu eruieren. Viel Zeit dazu blieb allerdings nicht, denn
schon in Reutigen machten wir Halt und assen zu Mittag.
Als die Wolken immer dunkler wurden und sich der erste Regen ankündigte, bogen
wir bereits ins Simmental ein. Die attraktive Strecke führte entlang der Simme, beinhaltete
z.T. aber auch giftige Steigungen, so dass der Puls sofort in die Höhe schnellte.
Da nun der Nieselregen eher stärker denn schwächer wurde, stärkten wir uns in
Zweisimmen nochmals und nahmen anschliessend die letzen Kilometer unter die Räder.
Beim Hallenbad an der Lenk erwartete uns schon Fränzi Bönzli, sie hatte freundlicherweise
das Gepäck per Auto hochgefahren. Nach einer wohltuenden Dusche und
einem Sprung in das Bassin spendierte uns Fränzi noch einen Apéro, bevor wir dann
auf das Laubbärgli hinauf chauffiert wurden. Mittlerweile goss es wie aus Kübeln und
wir waren alle froh, nicht mehr unterwegs zu sein. Oben bei der Berghütte auf 1848
m.ü.M. angekommen, bezogen wir das Massenlager und machten es uns gemütlich.
Nach dem feinen Nachtessen liessen wir bei Gesprächen und Spielen den Tag langsam
ausklingen.
Am nächsten Morgen galt es die Energiespeicher zu füllen und so wurde beim Zmorge
so richtig zugelangt. Als auch Oli bereit war nachdem er seine sieben Sachen verstaut
hatte, starteten wir zur zweiten Etappe. Zuerst ging es gleich tüchtig bergauf
und die Kräfte mussten gut eingeteilt werden. Anschliessend folgte ein Abschnitt auf
nassen, rutschigen Singletrails und Kuhwegen, auf denen wir nur langsam vorankamen.
Stürze waren vorprogrammiert und auch mit dem Stacheldraht wurde Bekanntschaft
gemacht. Eine happige Steigung hinauf zum Hahnenmoospass zog das Fahrerfeld
zwar in die Länge, weil wir aber oben kurz einkehrten und uns verpflegten, fand
sich die Gruppe schnell wieder. Den höchsten Punkt unserer Tour hatten wir nun also
erreicht. Wer aber dachte, dass es ab jetzt nur noch talwärts gehen würde, lag meilenweit
daneben. Denn nach einer rasanten Abfahrt hinunter nach Adelboden stieg
der Veloweg schon wieder an und blieb bis nach Frutigen coupiert. Die restlichen
Kilometer bis nach Thun waren grösstenteils flach und so wurde noch einmal Tempo
gebolzt, bis kurz vor dem Ziel blieben aber alle Ausreissversuche erfolglos. Auf der
Rückfahrt im Zug machte sich rasch die Müdigkeit breit und auch den grössten
Schwätzern gingen die Buchstaben aus.
Vielen Dank Rölu für das Organisieren dieser tollen Turnfahrt. Es war auch diesmal
wieder anstrengend, hat aber auch unglaublich viel Spass bereitet!
Bilder-Gallery
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Organisator: |
Roland Bönzli |
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Autor: |
Philipp Bächler |
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Datum |
11. September 2008 |
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